Eckdaten

                

Curriculum vitae

1947 in Bern geboren. Kunstgewerbeschule (mit Abschlussdiplom). Weiterbildung (mit Abschlüssen): Journalismus, Public Relations.

Schaufensterdekorateur in verschiedenen Schweizer Städten. Dazwischen freischaffender Künstler. Studienaufenthalte: Frankreich, Spanien, England.

Dutzende Einzel- und Gruppenausstellungen in der Schweiz, Bosnien und Herzegowina, Belgien, Bulgarien, Deutschland, England, Frankreich, Griechenland, Holland, Kanada, Österreich Polen, Südkorea und Tschechien. International zahlreiche Werke in privatem und öffentlichem Besitz.

​1994: Rückbesinnung auf plastische Kunst und Malerei

2002: Konzentration auf Kommunikationsplastik

2005: Erfindung der Plastischen Mentalsprache

2005 -

2008: Kurator und Co-Kurator für Einzel- und Gruppenausstellungen in der Schweiz und inFrankreich

 

133 Ausstellungen

innert 43 Jahren (Einzel- und Grupppenausstellungen)

 

 

In 14 Ländern

Asien, Europa, Kanada, USA, Naher Osten

 

48 Kataloge

in insgesamt 9 Sprachen: Deutsch, Französisch, Englisch, Bosnisch, Bulgarisch, Polnisch, Tschechisch, Koreanisch, Hebräisch.

6 internationale

Auszeichnungen

1999: Spezialkunstpreis von Sarajewo (BA)

2003: Anerkennungsurkunde „Vision und Kreativität“, Athen (GR)

2007: Diplom der Ausstellung „Psalmen“, Tel Aviv (IL)

2011: Diplom des Wilkfried Israel Museum, Hazor’a (IL)

2012: Diplom von Morgan Conservatory, Cleveland (USA)

2013: Diplom der Ege University Museum, Izmir (TR)

 

Referenzen     

-  “SIKART “, Lexikon und Datenbank des Schweizerischen Instituts für Kunstwissenschaft

-  „Encyclopédie des arts en Franche Comté“ (Kunstgeschichte aus dem XIII. bis zum XX. Jahrhundert im

    Franche Comté), 2004; Verlag „La Taillanderie“, Châtillon-sur-Chalaronne, Frankreich), ISBN 978-3-7272-1128-7

„Antoine Twerenbold, Kunst und Kommunikaton /Art et communication“, André Pfenninger,

   Stämpfli-Verlag Bern,2004; ISBN 978-3-7272-1128-7

 

Mitgliedschaften               

 

Schweiz:             

2002: visarte (Berufsverband visueller Kunst l Schweiz)

Frankreich:         

1996: ARCO (Association pour la promotion de l’art contemporain); bis 2016

2005: ART’POL (Association Artistique); bis 2016

 

Bosnien und

Herzegowina:    

1998: ULUBiH (Udruzenje likovnih umjetnika Bosne i Hercegovine); bis 2016

 

International:

1998: UNESCO:

          AIAP (Association International des Arts Plastiques)

2003: IAPMA (International Association of Handpapermakers and Paper Artists)
                

Ausstellungen

 

 

 

 

 

 

 

 
 

Credo

"Nach Sprache suchend, Zelle für Zelle, finde ich Formen und Farben. Dem Wort fehlt die Mimik, dem Ton der Inhalt, dem Bild der Text und dem Computer die Seele. Nichts Ganzes also, nur Stückware. Sprache ist innseitig. Denn mit dem, was drinnen stille schreit, im Kopf, im Herz, damit bleibt jeder allein. Da ist nur Sehnsucht nach gestern, Notruf an morgen, ein einziges Unverständnis in verschobenen Schichten verborgener Äusserungswünsche.

Ich erkannte nach etlichen Jahren Kommunikation auf zahlreichen Kanälen, dass alle Sprachversuche, mit und ohne Wort, mit wenigen und mit vielen Zeichen, nur Suchlichter sind, ziellos im Dunkel unseres Verstandes. Als Zeitgenosse der Mitteilungsgesellschaft verirre ich mich mit meiner Mutter-, mit meiner Vater- sowie auch mit meiner Sinnes- und mit meiner Körpersprache, schwarz-weiss und bunt, ins Babylon unserer Tage. In dieser Wüste der Mitteilungsübersättigung, inmitten von Folgeopfern, bei den Stummen, Blinden, Tauben und bei den Lahmen bin ich wieder, wie damals als Kind, auf der Suche nach Ausdruck, nach neuem, eigenem und verständlichem.

 So entstehen aus dem Unsichtbaren, aus dem Unaussprechbaren, aber aus dem Denkbaren heraus meine Skulpturen und auch meine Bilder. Sprachesuche also. Zeichenfindung. Im Raum. Im Bild. Mit Form. Mit Farbe. Gewonnenes aus einer Reise in den inneren Kosmos, zum Ursprung, zur Zelle, zu den Schwellen des schweigenden Anfangs, wo auch die Stille noch keinen Namen hat.

 Und hier vernehme ich unverkennbare Lärmklänge, öffne die Zellenzeichen, entspüle den Inhalt und entdecke sanft die Entfaltung eines Kommaglitzers. Ich folge der Führung blendender Stimmenbilder und sprühe diese Strichdiktate zu meiner neuen, feingliedrigen, seh- und greiffähigen Wertegalaxis von morgen und übermorgen.

 Ich bin da zwar ein Einsamer. Doch will ich weder unbedingt gefallen noch vorab Schönes schaffen, sondern suchen und finden -  ahnend, lauschend, sehend, tastend, formend und malend. Ob es wohl nun auch von dort her ein Hinsehen und ein Hinverstehen gibt, wohin ich Verständigung will? Letztlich ist wohl zur Hauptsache diese Frage in meinem Leben als Künstler der Grund meines schöpferisch-gestaltenden Schaffenwillens."

 

Plastische Mentalsprache –

Definition der Kommunikationsplastik

"Den Ursprung meines plastischen Schaffens ist in der Zelle als Grundelement aller lebender Formen zu finden: ovale bis runde Schlaufen, an einer flachen Reihe oder raumgreifend. Die Teile einer zerschnittenen Zelle sind „Kommas“ (griechisch: „Abschnitt“); sie dienen als weiteres Element zur Oberflächengestaltung neu geschaffener Körper. Damit ist das Material für die neue Formensprache vorhanden; noch aber fehlt ein „Alphabet“ zur Entwicklung einer „Sprache“.

Ich erfand meine raumplastische „Zeichensammlung“ mit Hilfe eines Tagtraumes:

Da lag ich am Strand einer Insel, ich war alleine, und ich wollte auch nicht bleiben. Ich erhob mich und stand auf. Dabei zogen meine zehn Finger Striche in den Sand - erste Menschenspuren - und unter den Händen hatten sich je kleine Häufchen aus Sand gebildet.
Dies war die Geburt einer Grundform, einer Formel zur Weiterentwicklung meiner plastischen Sprache, um dann reden zu können, wenn Worte wie Wolken zu schweigen beginnen. Sie erlaubt, mit einer einzelnen Plastik oder mit mehren Stücken in einer Gruppe zusammengestellt, frei interpretierbare „Bilder“ zu gestalten, so wie Blumengestecke verschlüsselte Mitteilungen zu schenken vermögen; es ist das Besteck einer Werkstatt der persönlichen Mentalsprache, Neuwertiges der Alltagsandacht zur Formulierung von Gefühlen, eine nonverbale „Schriftform“ als Verständnisraum. Sprache wird so zum Raumthema, und Seelenraum hat Sprache gefunden."

 

Museum Antoine Twerenbold (bis Mai 2019)

Verantwortlich: Doris Büchele

 

Privates Schaulager mit Werken,ausschliesslich von , Antoine Twerenbold, Kommunikationsplastiker und Erfinder der Plastischen Mentalsprache. Besichtigung (nicht geeignet für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte) nach Voranmeldung möglich:

 

Museum Antoine Twerenbold

Doris Büchele

Im Brüehl 27

CH 8564 Wäldi

"Eine neue Sprache. Eine neue Kunst

Antoine Twerenbold sagte in einem Gespräch, er sei kein Gegenwartskünstler, er sei ein Künstler von morgen. Wahrlich gewagt, selbstsicher und nicht auf Anhieb allen verständlich, was er damit meinte. Oder etwa überheblich, nur weil er, ein Visionär, schon früh spürte und wusste, dass er den Menschen eine Sprache schenkt, die erst später seine wahre Bedeutung findet, erst in Zukunft verstanden wird?

Er nennt sich Kommunikationsplastiker und unterscheidet sich damit von anderen plastisch, im Raum Schaffenden, denn sein Rohstoff sind nicht fassliche Dinge, sondern tief der Seele entsprungenes „Material“; es sind nicht Buchstaben, nicht Farben allein, es sind erarbeitete Zeichen für eine Sprache der Seele. Das ist es: mit seiner Sprache geben wir unseren Gefühlen Ausdruck. Jedes seiner Werke erlaubt individuellen Ausdruck. Ein wunderbares Geschenk.

Wer hat sich nicht schon Dinge gekauft, die einem persönlich an etwas erinnern? Souvenirs? Mit der Plastischen Mentalsprache verhält es sich ebenso, man braucht dazu aber nicht ein Modell des Eifelturmes oder einen schönen Stein vom Strand der Côte d’azur, nein, nur eines oder mehrere nacheinander gereihte „Zeichen“ aus seinem immensen Werk. Viele haben das ausprobiert – und waren begeistert davon, wie hier eine neue, eigene, persönliche Sprache der Seele kreiert wurde.

Antoine Twerenbold hatte sich 2012 aus persönlichen Gründen entschieden, sein Hauptatelier in Frankreich nach zwanzig Jahren zu schliessen. Nun aber fand sich niemand– auch in seiner Familie nicht – das riesige Lebenswerk von rund zehntausend Kunstwerken zu übernehmen und zu verwalten. Da überlegte er sich tatsächlich ernsthaft, vor dem Wegziehen aus dem Franche Comté im Garten alle seine Werke in einem grossen Feuer – eine Art Happening – zu verbrennen, gefeiert zusammen mit Freunden.

Da schlug ich, neben vielen anderen, Alarm: Das durfte keineswegs geschehen! Ich entschied mich, in eigener Verantwortung, sämtliche noch vorhandenen Werke zu mir zu nehmen. Schliesslich entstand damit das Museum Antoine Twerenbold.

Ich danke dem Meister der Plastischen Mentalsprache dafür, dass er mich einer neuen, universalen und trotzdem persönlichen Aussagemöglichkeit zuführte. Deshalb wollte ich, statt einem Feuer zu opfern, dieser Kunst ein ewiges Zuhause schenken – und so entstand das Museum Antoine Twerenbold. Damit kann ich hier, häuslich – wie bei einem persönlichem Sprachausdruck – diese wertvollen Schätze für immer einem interessierten Publikum zeigen. Das erfüllt mich mit Stolz und Zufriedenheit."

Doris Büchele, Verantwortliche 'Museum Antoine Twerenbold'

 

 

 
 
 

Bibliographien