Museum Antoine Twerenbold (bis Mai 2019)

 

Verantwortlich: Doris Büchele

 

Privates Schaulager mit Werken ausschliesslich von Antoine Twerenbold, Kommunikationsplastiker und Erfinder der Plastischen Mentalsprache. Besichtigung (nicht geeignet für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte) nach Voranmeldung möglich:

 

Museum Antoine Twerenbold

Doris Büchele

Im Brüehl 27

CH 8564 Wäldi

"Eine neue Sprache. Eine neue Kunst

Antoine Twerenbold sagte in einem Gespräch, er sei kein Gegenwartskünstler, er sei ein Künstler von morgen. Wahrlich gewagt, selbstsicher und nicht auf Anhieb allen verständlich, was er damit meinte. Oder etwa überheblich, nur weil er, ein Visionär, schon früh spürte und wusste, dass er den Menschen eine Sprache schenkt, die erst später seine wahre Bedeutung findet, erst in Zukunft verstanden wird?

Er nennt sich Kommunikationsplastiker und unterscheidet sich damit von anderen plastisch, im Raum Schaffenden, denn sein Rohstoff sind nicht fassliche Dinge, sondern tief der Seele entsprungenes „Material“; es sind nicht Buchstaben, nicht Farben allein, es sind erarbeitete Zeichen für eine Sprache der Seele. Das ist es: mit seiner Sprache geben wir unseren Gefühlen Ausdruck. Jedes seiner Werke erlaubt individuellen Ausdruck. Ein wunderbares Geschenk.

Wer hat sich nicht schon Dinge gekauft, die einem persönlich an etwas erinnern? Souvenirs? Mit der Plastischen Mentalsprache verhält es sich ebenso, man braucht dazu aber nicht ein Modell des Eifelturmes oder einen schönen Stein vom Strand der Côte d’azur, nein, nur eines oder mehrere nacheinander gereihte „Zeichen“ aus seinem immensen Werk. Viele haben das ausprobiert – und waren begeistert davon, wie hier eine neue, eigene, persönliche Sprache der Seele kreiert wurde.

Antoine Twerenbold hatte sich 2012 aus persönlichen Gründen entschieden, sein Hauptatelier in Frankreich nach zwanzig Jahren zu schliessen. Nun aber fand sich niemand– auch in seiner Familie nicht – das riesige Lebenswerk von rund zehntausend Kunstwerken zu übernehmen und zu verwalten. Da überlegte er sich tatsächlich ernsthaft, vor dem Wegziehen aus dem Franche Comté im Garten alle seine Werke in einem grossen Feuer – eine Art Happening – zu verbrennen, gefeiert zusammen mit Freunden.

Da schlug ich, neben vielen anderen, Alarm: Das durfte keineswegs geschehen! Ich entschied mich, in eigener Verantwortung, sämtliche noch vorhandenen Werke zu mir zu nehmen. Schliesslich entstand damit das Museum Antoine Twerenbold.

Ich danke dem Meister der Plastischen Mentalsprache dafür, dass er mich einer neuen, universalen und trotzdem persönlichen Aussagemöglichkeit zuführte. Deshalb wollte ich, statt einem Feuer zu opfern, dieser Kunst ein ewiges Zuhause schenken – und so entstand das Museum Antoine Twerenbold. Damit kann ich hier, häuslich – wie bei einem persönlichem Sprachausdruck – diese wertvollen Schätze für immer einem interessierten Publikum zeigen. Das erfüllt mich mit Stolz und Zufriedenheit."

Doris Büchele, Verantwortliche 'Museum Antoine Twerenbold'